Wieder zu Hause, aber leider Schnupfen und Husten eingefangen, Wahrscheinlich war der Temperaturunterschied zu groß.
Aber zu Hause ist zu Hause. Urlaub ist immer nur die vorher geplante Zeit schön. Mein zu Hause war Kohlrouladen mit Salzkartoffeln und ein Berliner Bier. Das war schon ein Genussund nun konnte das Berichten beginnen
Was bleibt?
Die Menschen
Unsere Medelliner Hausherren, Jorge und Patrizia, aber auch die meisten Kolumbianer,die wir kennenlernten, waren freundlich, hilfsbereit und hervorragende Gastgeber.Ich denke z.B. an unsere Hostelwirtin in Cartagena oder an unsere Führerin in der Kaffeeplantage, die uns nicht nur erklärte,wie exzellent ihr Kaffee sei, sondern uns auch ganz exzellent alles über den Kaffeeanbau erläuterte. Und nicht zuletzt muss ich den netten Soldaten von der kolumbianischen Touristenpolizei nennen, der uns im Park Chicamocha am Revolutionsdenkmal die Geschichte des Kampfes der Arbeiter der Kaffeplantagen erklärte, an derenEnde die Befreiung von Spanien unter der Führung von Simon Bolivar stand …und dann hat er uns noch eine Taxe besorgt, damit wir sicher in unser Quartier nach San Gil kamen , denn am Abend nahm uns kein Bus mehr mit
Die Landschaft
Kolumbien ist ein gebirgiges, Agrar- und Küstenland, es hat alles, außer den europäischen Jahreszeiten,es ist immer warm oder heiß. Die Sonne geht immer um 6 Uhr auf und um 6 Uhr wieder unter. Ein Tag ist vom Wetter her wie der andere. Es gibt immer etwas, das blüht oder reif ist. Alles ist grün und das wirkte auf uns. Beeindruckend empfanden wir die Nationalparks.Im Tayronapark lernten wir ein Stück Urwald kennen, neben der Neuartigkeit dieses Waldes machte uns die Schwierigkeit des Weges zu schaffen.
Der Verkehr.
In Kolumbien gibt es nur eine Eisenbahnlinie und das ist die Metro in Medellin, die ungefähr 42km lang ist, und den Norden mit dem Süden verbindet. Für Reisende gibt es nur Busse. Das Bussystem ist gut ausgebaut.Und die Busse verbinden alle größeren Orte miteinander. Jede kleine Stadt hat ihren Busbahnhof. Aber Reisen ist trotzdem erst zu lernen., weil es immer mhrere Anbieter gibt und Fahrpläne nicht nach preussischem Muster erstellt sind.Auch die Busse in Medellin fahren unorthodox.Es gibt keinen Linien mit Nummern, auch selten Haltestellen, man muss eben den Arm heben und sich die Farbe des Busses merken.Wir sind viel mit dem Bus gefahren, weil das Land so groß ist.
Fast 60 stunden haben wir in Überlandbussen verbracht. Hinzu kommen viele Bus -und Taxifahrten in unsere Stützpunkten- anders war das Land nicht zu erkunden
Die Lebensverhältnisse
Wie überall gibt es unterschiedliche soziale Gruppen, nur die Unterschiede machen den Unterschied zu unsren Verhältnissen aus.DerLebensstandard der besser Gestellten scheint etwa so wie bei uns zu sein,
Es gibt in den Städten eigentlich alles zu kaufen,die Geschäfte und Kaufhallen sind modern und und haben gute Angebote.Die Wohnungen, in die wir gewesen sind genügen modernen Ansprüchen.
Aber vor allem inden Dörfern und zwischen den den Orten an der Landstrasse kannst du viel Ärmlichkeit und Elend finden. Es gibt selbst zusammengebaute Hütten mit nur einer Glühlampe und viel Schmutz am Weg
Am Wochenende in Medellin liegen nicht wenige Menschen an der Strasse und scheinen ihren Rausch auszuschlafen, Es wird viel gebettelt, nicht zuletzt von Kindern.
Die Post
Es gibt ein Postwesen, aber wo? Es ist fast unmöglich, eine Ansichtskarte zu verschicken. (und teuer ist es auch) Wenn man Glück hat finddet man einen Souvenirladen und kann eine Karte kaufen. Briefmarken gibt es da aber auf keinen Fall, sondern nur auf dem Postamt. postämter soll es in jeder größeren Stadt geben. Auf der gesamten Reise haben wir nur in San Gil eins gefunden. Dort kannst du dann deine Karte schreiben, nicht vorher, weil die Marken sehr groß sind, gibts sie zum Stempeln ab und bekommst eine Quittung ( DinA4Seite)Schon nach 14Tagen kann die Karte in Deutschland sein oder etwas später.
Die Sprache
Fast alle sprechen spanisch und zwar sehr schnell.Nur Wenige sprechen englisch, warum auch?
Fast der ganze Kontinent spricht spanisch und das reicht.In den ersten Tagen, als unsere Kinder noch nicht angekommen waren, waren wir praktisch sprachlos und damit machtlos. Dann haben unsere beiden Südamerikaexperten uns alles abgenommen und wir sind sozusagen hinterhergegangen.
Aber allein hätten wir die Reise nicht bewältigt.
Essen und Trinken
In Kolumbien wird sehr gesund gegessen. Viel Obst und wenig Fett, allerdings auch wenig Brot , schon gar nicht dunkles. Beeindruckend sind die vielen Stände mit Obst und Fruchtsäften. Besonders schmackhaft sind in Streifen geschnittene Mangos im Becher mit etwas Salz obendrauf. Auch auf die Orangen soll man etwas Salz streuen.Viele Obstsorten haben wir erst kennengelernt. z. B. auf Bäumen wachsene Tomaten.
Das Sicherheitssystem
Die Kolumbianer sind offensichtlich darauf stolz, die maffiosen Struckturen um den Drogenkönig Cordoba zerstört zu haben. Aber das wird so sichtbar abgesichert, dass die
die vielen Uniformen auf der Strasse, in den Geschäften, auf den Bahnhöfen, Flugplätzen und auch auf dem Lande ins Auge fallen.Es hat uns niemand etwas getan
Es war schon eine tolle Fahrt
Klaus
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