7.3. berlin

Wieder zu Hause, aber leider Schnupfen und Husten eingefangen, Wahrscheinlich war der Temperaturunterschied zu groß.
Aber zu Hause ist zu Hause. Urlaub ist immer nur die vorher geplante Zeit schön. Mein zu Hause war Kohlrouladen mit Salzkartoffeln und ein Berliner Bier. Das war schon ein Genussund nun konnte das Berichten beginnen

Was bleibt?

Die Menschen
Unsere Medelliner Hausherren, Jorge und Patrizia, aber auch die meisten Kolumbianer,die wir kennenlernten, waren freundlich, hilfsbereit und hervorragende Gastgeber.Ich denke z.B. an unsere Hostelwirtin in Cartagena oder an unsere Führerin in der Kaffeeplantage, die uns nicht nur erklärte,wie exzellent ihr Kaffee sei, sondern uns auch ganz exzellent alles über den Kaffeeanbau erläuterte. Und nicht zuletzt muss ich den netten Soldaten von der kolumbianischen Touristenpolizei nennen, der uns im Park Chicamocha am Revolutionsdenkmal die Geschichte des Kampfes der Arbeiter der Kaffeplantagen erklärte, an derenEnde die Befreiung von Spanien unter der Führung von Simon Bolivar stand …und dann hat er uns noch eine Taxe besorgt, damit wir sicher in unser Quartier nach San Gil kamen , denn am Abend nahm uns kein Bus mehr mit

Die Landschaft
Kolumbien ist ein gebirgiges, Agrar- und Küstenland, es hat alles, außer den europäischen Jahreszeiten,es ist immer warm oder heiß. Die Sonne geht immer um 6 Uhr auf und um 6 Uhr wieder unter. Ein Tag ist vom Wetter her wie der andere. Es gibt immer etwas, das blüht oder reif ist. Alles ist grün und das wirkte auf uns. Beeindruckend empfanden wir die Nationalparks.Im Tayronapark lernten wir ein Stück Urwald kennen, neben der Neuartigkeit dieses Waldes machte uns die Schwierigkeit des Weges zu schaffen.

Der Verkehr.
In Kolumbien gibt es nur eine Eisenbahnlinie und das ist die Metro in Medellin, die ungefähr 42km lang ist, und den Norden mit dem Süden verbindet. Für Reisende gibt es nur Busse. Das Bussystem ist gut ausgebaut.Und die Busse verbinden alle größeren Orte miteinander. Jede kleine Stadt hat ihren Busbahnhof. Aber Reisen ist trotzdem erst zu lernen., weil es immer mhrere Anbieter gibt und Fahrpläne nicht nach preussischem Muster erstellt sind.Auch die Busse in Medellin fahren unorthodox.Es gibt keinen Linien mit Nummern, auch selten Haltestellen, man muss eben den Arm heben und sich die Farbe des Busses merken.Wir sind viel mit dem Bus gefahren, weil das Land so groß ist.
Fast 60 stunden haben wir in Überlandbussen verbracht. Hinzu kommen viele Bus -und Taxifahrten in unsere Stützpunkten- anders war das Land nicht zu erkunden

Die Lebensverhältnisse
Wie überall gibt es unterschiedliche soziale Gruppen, nur die Unterschiede machen den Unterschied zu unsren Verhältnissen aus.DerLebensstandard der besser Gestellten scheint etwa so wie bei uns zu sein,
Es gibt in den Städten eigentlich alles zu kaufen,die Geschäfte und Kaufhallen sind modern und und haben gute Angebote.Die Wohnungen, in die wir gewesen sind genügen modernen Ansprüchen.
Aber vor allem inden Dörfern und zwischen den den Orten an der Landstrasse kannst du viel Ärmlichkeit und Elend finden. Es gibt selbst zusammengebaute Hütten mit nur einer Glühlampe und viel Schmutz am Weg
Am Wochenende in Medellin liegen nicht wenige Menschen an der Strasse und scheinen ihren Rausch auszuschlafen, Es wird viel gebettelt, nicht zuletzt von Kindern.

Die Post
Es gibt ein Postwesen, aber wo? Es ist fast unmöglich, eine Ansichtskarte zu verschicken. (und teuer ist es auch) Wenn man Glück hat finddet man einen Souvenirladen und kann eine Karte kaufen. Briefmarken gibt es da aber auf keinen Fall, sondern nur auf dem Postamt. postämter soll es in jeder größeren Stadt geben. Auf der gesamten Reise haben wir nur in San Gil eins gefunden. Dort kannst du dann deine Karte schreiben, nicht vorher, weil die Marken sehr groß sind, gibts sie zum Stempeln ab und bekommst eine Quittung ( DinA4Seite)Schon nach 14Tagen kann die Karte in Deutschland sein oder etwas später.

Die Sprache
Fast alle sprechen spanisch und zwar sehr schnell.Nur Wenige sprechen englisch, warum auch?
Fast der ganze Kontinent spricht spanisch und das reicht.In den ersten Tagen, als unsere Kinder noch nicht angekommen waren, waren wir praktisch sprachlos und damit machtlos. Dann haben unsere beiden Südamerikaexperten uns alles abgenommen und wir sind sozusagen hinterhergegangen.
Aber allein hätten wir die Reise nicht bewältigt.

Essen und Trinken
In Kolumbien wird sehr gesund gegessen. Viel Obst und wenig Fett, allerdings auch wenig Brot , schon gar nicht dunkles. Beeindruckend sind die vielen Stände mit Obst und Fruchtsäften. Besonders schmackhaft sind in Streifen geschnittene Mangos im Becher mit etwas Salz obendrauf. Auch auf die Orangen soll man etwas Salz streuen.Viele Obstsorten haben wir erst kennengelernt. z. B. auf Bäumen wachsene Tomaten.

Das Sicherheitssystem
Die Kolumbianer sind offensichtlich darauf stolz, die maffiosen Struckturen um den Drogenkönig Cordoba zerstört zu haben. Aber das wird so sichtbar abgesichert, dass die
die vielen Uniformen auf der Strasse, in den Geschäften, auf den Bahnhöfen, Flugplätzen und auch auf dem Lande ins Auge fallen.Es hat uns niemand etwas getan

Es war schon eine tolle Fahrt

Klaus
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28.02.09 letzter Tag in Medellin, 01.03.09 Ankunft in FRA, 02.03.09 Weiterreise nach Berlin, 08.03.09 abschließende Würdigung

Zunächst müssen wir die verspätete Fortschreibung entschuldigen. Klaus war erkrankt (starke Erkältung), Helmuts Computer versagte mehrere Tage.
Teilweise mit Hilfe von Aspirin kamen wir am 28.02.09 wieder zu uns. Es reichte sogar noch zu einem Abstecher ins Zentrum von Medellin, um die letzten Mitbringsel zu erwerben. Auch die Verabschiedung von der Familie Diaz verlief programmgemäß mit einem kleinen Abschiedsessen und Tränen in den Augen. Nochmals vielen Dank, vor allem an Hilda Patrizia, Valentina und Jorge (gesprochen Horche), für die herzliche Aufnahme und die hervorragende Betreuung.
Am Nachmittag brachten uns Hilda Patrizia und Jorge zum neuen internationalen Flughafen Medellin in Rio Negro. Die Flüge über Bogota und Madrid mit Avianca und Iberia verliefen anstrengend, aber planmäßig. In Frankfurt a.M. waren wir am 01.03.09 sogar überpünktlich, mit schneller Gepäckausgabe und ohne die befürchtete Zollkontrolle von wegen der mitgebrachten Orchideen, so dass wir unseren Abholer Reiner Henzner verpassten. Aber zum Trost gab`s abends bei Britta zur Begrüßung ein echt deutsches Essen: Rouladen mit Rotkraut und Klößen.
Die Rückreise von Klaus mit dem ICE nach Berlin am 02.03.09 verlief problemlos, nur beim Abholen klappte es ebenso wenig wie auf dem Frankfurter Airport.
Abschließende Würdigung:
Mit 1 Woche Abstand von und Besinnung nach der doch für uns Oldies anstrengenden Reise darf ich zusammenfassend feststellen: es war eine gut gelungene Reise, wir haben viele neue Eindrücke gewonnen und auch zahlreiche völkerverständigende Begegnungen erlebt. Dafür danken wir allen Beteiligten nochmals von ganzem Herzen.
Die Reiseziele, die wir wegen Zeitmangel bzw. zu hohen Kosten nicht ansteuern konnten (z.B. Machu Picchu / Peru, Cochabamba / Bolivien), können wir vielleicht später einmal angehen.
Auch das von meiner Seite nicht erreichte Schwelken in Nostalgie, läßt sich verschmerzen: So war die Präsidentin der 7. Weltorchideenkonferenz 1972 in Medellin Senora Helena Baraya de Ospina nicht erreichbar; es wurden ihr aber Grüße von Herrn Dr. Gustav Schoser und mir, die wir die 8. Weltorchideenkonferenz 1975 im Frankfurter Palmengarten ausgerichtet haben, über ihre Fondation in Bogota übermittelt.
Die ehrenamtliche Mitarbeiterin der kolumbianischen Orchideengesellschaft Senora Luz Siegert Ospina, mit der ich 1972 in Medellin zusammengearbeitet hatte, war nicht zu ermitteln; sie ist vermutlich in die USA ausgewandert.
Senora Beatrix Oberndorfer, die Gattin des inzwischen in Medellin verstorbenen Orchideenliebhabers und -züchters Fritz Oberndörfer, konnte ebenfalls nicht erreicht werden; ich hoffe aber, dass ihr Sohn, mit dem ich in Medellin telefonieren konnte, meine Grüße und Wünsche weitergegeben hat.
Helmut
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26./27.02.09 Quito/Medellin/Cisneros

Wegen fehlender Zugangangsmoeglichkeit zum Internet muss heute gleich ueber 2 Tage berichtet werden. Wir bitten unsere Leser um Nachsicht.
Der 26.02.09 war Vormittags noch der Altstadt von Quito gewidmet. Die Aussenfassade des San Franzisco Nonnenklosters konnte uns begeistern. Ansonsten liesen uns die Nonnen nicht naeher ran bzw. rein. Dafuer entschaedigte das Museo de la Cidade. Eine didaktisch und inhaltlich gut gestaltete Ausstellung klaerte uns ueber die Entwicklung der Hauptstadt Ecuadors auf. Auisserdem hatte man einen schoenen Blick vom Balkon des 1. Stockes auf die innere Altstadt. Abschliessend genossen wir in einem von den Reisefuehrern gepriesenen Cafe vielfaeltige Fruechtebecher mit und ohne crema sowie tiefschwarzen Kaffee. Am Nachmittag mussten wir uns von unseren Youngstern, die noch ein paar Wochen in Ecuador bleiben werden, verabschieden. Ihnen gebuehrt ein herzliches Dankeschoen fuer die ca. 3woechige Begleitung.
Der Flug nach Medellin verlief problemlos und ueberpuenktlich. Wir schafften es nun alleine trotz unserer geringen Spanischkenntnisse mit dem Taxi zu unseren Freunden im Stadtteil Buenosaires zu gelangen. Dort wurden wir wieder freudig begruesst und mussten ausfuehrlich unsere Reiseeindruecke mit Fotountermalung erzaehlen.
Der 27.02.09 war dem Besuch des etwa 2 Stunden mit dem Bus entfernten Cisneros gewidmet. Der Besuch des kleinen Staedtchens diente den nostalgischen Gefuehlen des Unterzeichners. Denn dort war er mit zahlreichen Teilnehmern des 7. Weltorchideenkongresses in Medellin 1972 von Schuelerinnen und Schuelern vom imposanten Wasserfall zum Dampfzug im Bahnhof zurueckbegleitet worden. Das Staedtschen hat sich gegenueber damals kaum veraendert. Nur der Bahnhof ist stillgelegt, d.h. die noch vorhandenen Gleise werden von Pferden begrast und eine der letzten Dampfmaschienen ist als Denkmal auf dem Vorplatz abgestellt. Die Suche nach „Sicherinnernden“ aus 1972 blieb trotz Aufstellung eines Informationstisches mit alten Bildern und eifriger Beteiligung Einheimischer erfolglos. Positiv verlief lediglich das nostalgische Fussbad unserer Begleiterin Adriana und des Berichterstatters im flachen glasklaren Wildwasser. Abschied wurde abends in Medellin bei den Nachbarn Sandra und Arthur mit kolumbianischer Musik und Tanz sowie reichlich Aquadiente gefeiert. Denn morgen muessen wir leider Adios sagen.
Helmut

25.02.09 Quito

Vulkan in den Wolken

Unser letzter Urlaubstag in Ekuador. Wir Geniessen!
1.Fruehstueck im Hostel um 7.00- gut und reichlich
2. Busfahrt zum Markt der Indigenen in Otavalo- ca 100 Km von hier
3. Zwischenstop am Aequator mit demonstrativen Fotos
4.Otavalo- Das ist eine sehr huebsche Stadt mit einer starken Bevoelkerungsgruppe der Indigenos. Man sieht sie ueberall in der Stadt und sie sind an ihrer Kleidung sofort zu erkennen.
5. Der Markt- Eine Augenweide,einen so geschmackvoll aufgebautenMarkt habe ich selten gesehen. Er ist ausschliesslich heimischen Produkten vorbehalten. Eine Farbenpracht von Kissen, Decken, Wolle, Jacken, Blusen,Wandbehaengen,Schmuck,Souveniers und vieles anderes noch.
Und das alles bei herrlichem Sonnenschein.

Markt in Otavalo

6. Besuch einer Rosenplantage- Unser Reiseleiter organisierte uns,ausserplanmaessig eine Besichtigung.
Des Herz jeder Frau schlaegt bei dem Anblick dieser vielen unterschiedlich farbigen, aber nur praechtigen Rosenfelder hoeher,die Rosen sind z.T. ueber 2Meter hoch.
Uns hat ueberrascht, dass der Mehrzahl des Exports nach Russland geht.
Wir haben auch jeder eine bekommen und durften 3 Dollar zahlen ( fuer die Sozoialkasse des Betriebs)

Rosenfarm

7. 200. Km Autofahrt in dieser abwechlungsreichen,gebirgigen Landschaft mit Canyons, hohen Bergen, einem fast Ausblick auf einenVulkan, einem Wasselfall,wo das Wasser von selbst runterfaellt und noch richtig nass ist,
und zum Schluss fuer 1,50 $ einen Rosenstrauss zu bekommen---
Das war ein gelungener Abschluss!!!
Und morgen zurueck nach Medellin.
Klaus

auf 4000m

über 4000m hoch!

Hausberg Quito

Quitos Hausberg 4100m hoch

botanischer garten Quito

Unser Hotel in Quito

24.02.09 noch in Quito

Fruehstueck im Hotel: spaerlich wegen des bei beiden noch nicht ganz abgeklungenen Durchmarsches (aber Vollkornzwieback hilft). Abmarsch Richtung Funicular. Den letzten Anstieg spare ich mir: nachdem die anderen durchhalten wollten, fahre ich fuer 3 US Dollar (das ist hier die Landeswaehrung) zur Talstation vor. Die Third Generation (die Alten) geniessen Preisvorteile (nur 4 Dollar fuer ida und volta), und dies auf ca. 3800 m Hoehe ! Den Rest auf ca. 4000 m (fuer uns Rekord) mussten wir muehsam zu Fuss erklimmen. Messstand des Hoehenmessers wurde zur Beweissicherung fotografiert. Oben besuchten wir das interessante Hoehenkirchlein und versuchten, durch staendigen Standortwechsel zwischen den aufsteigeden Wolken die Sicht auf die Millionenhauptstadt zu erhaschen, was auch teilweise gelang.
Nachdem uns die Erde wieder hatte, fuhren wir schnell mit einem Einheimischenbus zum Botanischen Garten. Das ist nur ein kleiner Teil eines riesigen Parks mit allerlei Spiel- und Sportmoeglichkeiten: an diesem hiesigen Feiertag (Fastnachtsdienstag in Deutschland, hier nur erkennbar daran, dass einige Verrueckte suesse farbige Fluessigkeiten verspruehen. Fuer das leibliche Wohl war auch gesorgt: Klaus konnte die grosse Languste fuer ganze 4 Dollar nicht schaffen. Nach langem Suchen und Fragen entdeckten wir endlich den eigentlichen Jardin Botanico: klein aber fein. Vor allem Orchideen, Bromelien, Kakteen und einheimische Nutzpflanzen (Mais, Kakao, Kaffee u.a.) standen im Vordergrund (gute Fotografiermoeglichkeiten fuer die Seniorinnen und Senioren des Frankfurter Palmengartens, dem ich von 1969 bis 1975 als Administrator angehoerte.
Mit einem selbstbereiteten Abendessen, das die Youngsters organisierten, geht der Abend frueh zu Ende. Denn morgen koennte es wieder hart werden: natuerlich nur fuer die Oldies. Bis dann.
Helmut